IMMOBILIENMARKT COBURG
Aktualisiert: März 2026

Immobilienmarktbericht Coburg 2026

Was kosten Immobilien in Coburg? Wie entwickeln sich die Preise? Und wo ist es am günstigsten? Unser Marktbericht liefert Ihnen die Zahlen — ehrlich, aktuell und mit Einordnung.

2.360

Ø Kaufpreis Haus /m²

+3,2% zum Vorjahr

1.810

Ø Kaufpreis Wohnung /m²

+2,8% zum Vorjahr

9,05

Ø Kaltmiete /m²

+1,9% zum Vorjahr

41.200

Einwohner Coburg

stabil

Das Wichtigste in Kürze
  • Kaufpreise steigen moderat — Coburg bleibt deutlich günstiger als Bamberg (-30%), Nürnberg (-40%) und Würzburg (-35%).
  • Mietmarkt stabil — Die Kaltmiete liegt bei Ø 9,05 €/m², der Anstieg ist mit 1,9% unter dem Bundesdurchschnitt.
  • Günstigste Mieten in Beiersdorf (8,50 €/m²), teuerste in Coburg-Zentrum (9,80 €/m²).
  • Nachfrage steigt im Zentrum und Ketschendorf — besonders 2-3 Zimmer-Wohnungen sind knapp.

Preise nach Stadtteil

Durchschnittspreise pro Quadratmeter in Euro. Trend zeigt die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr.

StadtteilHaus (€/m²)Wohnung (€/m²)Miete (€/m²)Trend
Coburg-Zentrum3.0002.2009,80
Ketschendorf2.5001.9009,20
Cortendorf2.7001.8509,40
Scheuerfeld2.3001.8009,00
Neuses2.4001.8509,30
Beiersdorf2.0001.6008,50
Creidlitz2.1001.7008,80
Lützelbuch2.2001.7508,60
Seidmannsdorf2.1501.7009,10
Rögen2.2501.7508,80
Coburg gesamt2.3601.8109,05

Preisspanne nach Stadtteil

Kaltmiete in €/m² — je breiter der Balken, desto teurer.

Cortendorf
9,40
Neuses
9,30
Ketschendorf
9,20
Scheuerfeld
9,00
Creidlitz
8,80
Rögen
8,80
Lützelbuch
8,60
Beiersdorf
8,50

Coburg im Vergleich zur Region

So steht Coburg im Vergleich zu anderen oberfränkischen und fränkischen Städten da.

StadtHaus (€/m²)Wohnung (€/m²)Miete (€/m²)
Coburg
Ihr Standort
2.6502.1009,05
Bamberg3.8003.20010,50
Nürnberg4.2003.80012,30
Würzburg4.0003.50011,80
Bayreuth2.9002.4008,50
Lichtenfels2.1001.7006,90

Coburg liegt preislich ca. 30% unter Bamberg und 40% unter Nürnberg — bei vergleichbarer Lebensqualität und starkem Arbeitsmarkt. Für Käufer, die aus teuren Städten kommen, bietet Coburg ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Analyse & Prognose 2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Coburg profitiert von einer diversifizierten Wirtschaftsstruktur. Mit HUK-COBURG (Versicherung, ~6.000 Mitarbeiter), Brose (Automobilzulieferer, ~3.000 Mitarbeiter), Kaeser Kompressoren (~2.000 Mitarbeiter) und weiteren mittelständischen Unternehmen ist die Beschäftigungslage stabil. Die Arbeitslosenquote lag 2025 bei 4,2% und damit unter dem bayerischen Durchschnitt.

Kaufmarkt

Der Kaufmarkt zeigt einen moderaten Aufwärtstrend von 2–4% pro Jahr. Besonders gefragt sind:

  • Energetisch sanierte Bestandsimmobilien (KfW-Standard 70 oder besser)
  • Neubauwohnungen in stadtnahen Lagen (Zentrum, Ketschendorf)
  • Einfamilienhäuser mit Garten in Cortendorf und Neuses
  • Baugrundstücke — sind Mangelware und werden schnell vergriffen

Tipp: Wer ein Haus in Coburg kaufen möchte, sollte auch die Stadtteile Scheuerfeld und Creidlitz in Betracht ziehen — dort sind die Preise noch 20–30% niedriger als im Zentrum, bei akzeptabler Infrastruktur.

Mietmarkt

Die Mietpreise steigen langsamer als die Kaufpreise (1–3% pro Jahr). Der stärkste Druck herrscht bei 2-3 Zimmer-Wohnungen im Zentrum und Ketschendorf — hier übersteigt die Nachfrage das Angebot. Die Hochschule Coburg mit über 5.000 Studierenden treibt die Nachfrage nach kleinen Wohnungen zusätzlich.

Tipp für Mieter: In Beiersdorf, Creidlitz und Seidmannsdorf finden Sie oft größere Wohnungen zu niedrigeren Quadratmeterpreisen. Die etwas weitere Entfernung zum Zentrum wird durch günstigere Mieten und mehr Wohnfläche kompensiert.

Prognose für die nächsten 12 Monate

Wir erwarten für den Coburger Markt:

  • Kaufpreise: +2–4% (getrieben durch Nachfrage und begrenztes Angebot)
  • Mietpreise: +1–3% (moderate Steigerung, Neubauaktivität bremst den Anstieg)
  • Baugrundstücke: weiterhin knapp, besonders in zentralen Lagen
  • Energetische Sanierung wird zum Kaufargument — unsanierte Häuser verlieren relativ an Wert

Zur Methodik

Die Preisdaten basieren auf einer Auswertung öffentlich zugänglicher Immobilienangebote, dem Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses Coburg und eigenen Marktbeobachtungen. Die Durchschnittspreise beziehen sich auf den Angebotspreis und können vom tatsächlichen Verkaufspreis abweichen. Stand: Q1 2026.

Häufige Fragen zum Coburger Immobilienmarkt

Sind Immobilien in Coburg eine gute Investition?

Coburg bietet moderate Einstiegspreise bei stabiler Nachfrage. Die Mietrenditen (Brutto 3,5–4,5%) sind attraktiver als in Großstädten. Stabile Arbeitgeber und die Hochschule sorgen für anhaltende Nachfrage. Die moderate Preissteigerung (2–4% p.a.) bietet weniger Spekulations-, aber dafür mehr Planungssicherheit.

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Coburg 2026?

Wir erwarten für 2026 eine Kaufpreissteigerung von 2–4% und einen Mietanstieg von 1–3%. Die stärkste Nachfrage besteht bei 2-3 Zimmer-Wohnungen im Zentrum und Ketschendorf sowie bei energetisch sanierten Einfamilienhäusern.

Wo in Coburg sind Immobilien am günstigsten?

Die günstigsten Kaufpreise finden Sie in Beiersdorf (Ø 2.000 €/m² Haus), Creidlitz (Ø 2.100 €/m²) und Seidmannsdorf (Ø 2.150 €/m²). Die günstigsten Mieten liegen in Beiersdorf bei durchschnittlich 8,50 €/m².

Wie teuer ist Coburg im Vergleich zu Bamberg oder Nürnberg?

Coburg liegt preislich ca. 30% unter Bamberg und ca. 40% unter Nürnberg. Beispiel: Ein Einfamilienhaus kostet in Coburg durchschnittlich 280.000 €, in Bamberg ca. 380.000 € und in Nürnberg ca. 450.000 €.