IMMOBILIENMARKT COBURG
Aktualisiert: Mai 2026

Immobilienmarktbericht Coburg 2026

Was kosten Immobilien in Coburg? Wie entwickeln sich die Preise? Und wo ist es am günstigsten? Unser Marktbericht liefert Ihnen die Zahlen — ehrlich, aktuell und mit Einordnung.

2.720

Ø Kaufpreis Haus /m²

+2–4% p.a. langfristig

2.445

Ø Kaufpreis Wohnung /m²

+2–4% p.a. langfristig

9,05

Ø Kaltmiete Wohnung /m²

+5,8% YoY 2025/26

41.003

Einwohner (30.09.2025)

stabil

Das Wichtigste in Kürze
  • Kaufpreise steigen moderat — Coburg bleibt bei Asking-Prices ca. 40–45 % günstiger als Bamberg, Nürnberg und Würzburg.
  • Mieten ziehen an — Wohnungs-Kaltmiete im Schnitt 9,05 €/m², Anstieg 2025/26 ca. +5,8 % YoY (IS24).
  • Günstigste Mieten in Beiersdorf (8,50 €/m²), teuerste in Coburg-Zentrum (9,80 €/m²).
  • Nachfrage steigt im Zentrum und Ketschendorf — besonders 2-3 Zimmer-Wohnungen sind knapp.

Preise nach Stadtteil

Durchschnittspreise pro Quadratmeter in Euro. Trend zeigt die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr.

StadtteilHaus (€/m²)Wohnung (€/m²)Miete (€/m²)Trend
Coburg-Zentrum3.2002.7509,80
Ketschendorf2.9002.5509,20
Cortendorf2.9002.5509,40
Scheuerfeld2.7002.4509,00
Neuses2.8002.5009,30
Beiersdorf2.4002.2008,50
Creidlitz2.5002.3008,80
Lützelbuch2.6002.4008,60
Seidmannsdorf2.5502.3509,10
Rögen2.6502.4008,80
Coburg gesamt2.7202.4459,05

Wo ist Bauland am teuersten?

Bodenrichtwerte in € / m² je Stadtteil (typische Wohnlage, BORIS-Bayern Q1 2026 — Mittelwerte). Klick auf einen Stadtteil zeigt Wohnungs- und Hauspreise.

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Preisentwicklung 2021–2026

Eigentumswohnungen Asking-Price in € / m² über 5 Jahre — Coburg im Vergleich. Während Bamberg und Nürnberg seit 2023 leicht korrigiert haben, blieb Coburg deutlich stabiler — das günstige Niveau wirkt wie ein Schutz vor Preisverfall.

1.906 €2.518 €3.130 €3.742 €4.354 €202120222023202420252026€ / m²
CoburgBambergNürnbergBayreuthLichtenfels

Preisspanne nach Stadtteil

Kaltmiete in €/m² — je breiter der Balken, desto teurer.

Cortendorf
9,40
Neuses
9,30
Ketschendorf
9,20
Scheuerfeld
9,00
Creidlitz
8,80
Rögen
8,80
Lützelbuch
8,60
Beiersdorf
8,50

Coburg im Vergleich zur Region

So steht Coburg im Vergleich zu anderen oberfränkischen und fränkischen Städten da.

StadtHaus (€/m²)Wohnung (€/m²)Miete (€/m²)
Coburg
Ihr Standort
2.6602.5008,80
Bamberg4.8104.04010,99
Nürnberg4.5703.9209,65
Würzburg4.5103.78014,89
Bayreuth3.9203.07010,51
Lichtenfels2.4202.3607,80

Coburg liegt bei Asking-Prices ca. 40–45% unter Bamberg und Nürnberg[8] — bei vergleichbarer Lebensqualität und starkem Arbeitsmarkt. Für Käufer, die aus teuren Städten kommen, bietet Coburg ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Analyse & Prognose 2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Coburg profitiert von einer diversifizierten Wirtschaftsstruktur. Mit HUK-COBURG (Versicherung, ~5.700 Beschäftigte am Standort Coburg)[1], Brose (Automobilzulieferer, ~3.500 in Coburg)[2], Kaeser Kompressoren (~1.600 am Hauptsitz Coburg-Bertelsdorf)[3], dem Klinikum Coburg/Sana (~1.750) und weiteren mittelständischen Unternehmen ist die Beschäftigungslage stabil. Die Arbeitslosenquote der Stadt Coburg lag 2025 im Schnitt bei rund 7 % (Bundesagentur für Arbeit, Region Bamberg-Coburg)[4]. Der Landkreis Coburg liegt deutlich niedriger.

Kaufmarkt

Der Kaufmarkt zeigt einen moderaten Aufwärtstrend von 2–4% pro Jahr. Besonders gefragt sind:

  • Energetisch sanierte Bestandsimmobilien (KfW-Standard 70 oder besser)
  • Neubauwohnungen in stadtnahen Lagen (Zentrum, Ketschendorf)
  • Einfamilienhäuser mit Garten in Cortendorf und Neuses
  • Baugrundstücke — sind Mangelware und werden schnell vergriffen

Tipp: Wer ein Haus in Coburg kaufen möchte, sollte auch die Stadtteile Scheuerfeld und Creidlitz in Betracht ziehen — dort sind die Preise noch 20–30% niedriger als im Zentrum, bei akzeptabler Infrastruktur.

Mietmarkt

Die Wohnungs-Kaltmiete in Coburg liegt aktuell bei rund 8,80 €/m² und ist im Jahresvergleich um etwa 5,8 % gestiegen (ImmoScout24 Mietspiegel, Q1 2026)[5]. Die Steigerung lag damit deutlich über dem langjährigen Trend von 2–3 % p.a. Der stärkste Druck herrscht bei 2–3-Zimmer-Wohnungen im Zentrum und Ketschendorf — hier übersteigt die Nachfrage das Angebot. Die Hochschule Coburg mit rund 4.800 Studierenden (WS 2024/25)[6] treibt die Nachfrage nach kleinen Wohnungen zusätzlich.

Tipp für Mieter: In Beiersdorf, Creidlitz und Seidmannsdorf finden Sie oft größere Wohnungen zu niedrigeren Quadratmeterpreisen. Die etwas weitere Entfernung zum Zentrum wird durch günstigere Mieten und mehr Wohnfläche kompensiert.

Prognose für die nächsten 12 Monate

Wir erwarten für den Coburger Markt:

  • Kaufpreise: +2–4% (getrieben durch Nachfrage und begrenztes Angebot)
  • Mietpreise: +1–3% (moderate Steigerung, Neubauaktivität bremst den Anstieg)
  • Baugrundstücke: weiterhin knapp, besonders in zentralen Lagen
  • Energetische Sanierung wird zum Kaufargument — unsanierte Häuser verlieren relativ an Wert

Methodik & Quellen

Die Coburg-Gesamt-Preise basieren auf Asking-Prices der Immobilien-Portale (ImmoScout24 Atlas, Wohnungsbörse) Stand Q1 2026. Die Angebotspreise können vom tatsächlichen notariellen Kaufpreis abweichen — notarielle Werte liefert der Grundstücksmarktbericht 2025 der Stadt Coburg (auf Bestellung beim Gutachterausschuss, 25 €). Die Stadtteil-Differenzierung beruht auf einer eigenen Auswertung aktueller Inserate und spiegelt die Verteilung wider; sie ersetzt keinen amtlichen Stadtteil-Bericht.

  1. [1] HUK-COBURG, Wikipedia (Stand 2023): de.wikipedia.org/wiki/HUK-Coburg
  2. [2] Brose Coburg: brose.com/de-de/coburg
  3. [3] Kaeser Kompressoren, Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Kaeser_Kompressoren
  4. [4] Bundesagentur für Arbeit, Region Bamberg-Coburg, Pressemitteilungen 2025/2026: arbeitsagentur.de/vor-ort/bamberg-coburg
  5. [5] ImmoScout24 Mietspiegel Coburg (Q1 2026): immobilienscout24.de/immobilienpreise/bayern/coburg/mietspiegel
  6. [6] Hochschule Coburg, Wikipedia (WS 2024/25): de.wikipedia.org/wiki/Hochschule_für_angewandte_Wissenschaften_Coburg
  7. [7] Bayerisches Landesamt für Statistik, Kommunaldaten Coburg (30.09.2025): statistik.bayern.de/.../09463.pdf
  8. [8] Vergleichsstädte: ImmoScout24 Atlas (Asking-Prices, Q1 2026): atlas.immobilienscout24.de

Datenstand: Q1 2026 (Preise/Mieten), Stand 30.09.2025 (Einwohner), 2023 (HUK), 2024–2025 (Brose, Arbeitslosenquote), WS 2024/25 (Hochschule).

Häufige Fragen zum Coburger Immobilienmarkt

Sind Immobilien in Coburg eine gute Investition?

Coburg bietet moderate Einstiegspreise bei stabiler Nachfrage. Die Mietrenditen (Brutto ca. 3,5–4,5%) sind attraktiver als in Großstädten. Stabile Arbeitgeber (HUK-COBURG, Brose, Kaeser, Klinikum Coburg) und die Hochschule sorgen für anhaltende Nachfrage. Die langfristige Preissteigerung (~2–4% p.a.) bietet weniger Spekulations-, aber dafür mehr Planungssicherheit.

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Coburg 2026?

Langfristig bewegen sich die Kaufpreise mit rund 2–4% p.a. Die Wohnungs-Kaltmiete ist 2025/26 um ca. 5,8% YoY gestiegen (ImmoScout24 Mietspiegel) — deutlich über dem langjährigen Trend. Die stärkste Nachfrage besteht bei 2–3-Zimmer-Wohnungen im Zentrum und Ketschendorf sowie bei energetisch sanierten Einfamilienhäusern.

Wo in Coburg sind Immobilien am günstigsten?

Die günstigsten Kaufpreise finden Sie in Beiersdorf (Ø 2.400 €/m² Haus), Creidlitz (Ø 2.500 €/m²) und Seidmannsdorf (Ø 2.550 €/m²). Die günstigsten Mieten liegen in Beiersdorf bei durchschnittlich 8,50 €/m².

Wie teuer ist Coburg im Vergleich zu Bamberg oder Nürnberg?

Coburg liegt bei Asking-Prices rund 40–45% unter Bamberg und 40–45% unter Nürnberg (ImmoScout24 Atlas, Q1 2026). Beispiel pro m²: Haus in Coburg ca. 2.660 €/m², in Bamberg ca. 4.810 €/m², in Nürnberg ca. 4.570 €/m².